Ausstellung
Vernissage im Goethe Institut in New Delhi, Indien
am 8. August 2008
Neue Familienportraits - New Family Portraits
Eine Gruppenausstellung im Rahmen des Genderfestivals Nigah
8. August - 17. August 2008
www.goethe.de
www.thequeerfest.com
Ausstellung
Vernissage in der Stadtgalerie im Elbforum, Brunsbüttel am Sonntag, 9. März 2008, 15 Uhr
Neue Familienportraits - New Family Portraits
Dokumentarfotografie Förderpreise 2005/2006 der Wüstenrot Stiftung
9. März - 4. Mai 2008
www.phototriennale.de
www.stadtgalerie-brunsbuettel.de
Ausstellung
Vernissage bei C/O Berlin am 30. November 2007
19 Uhr
Neue Familienportraits - New Family Portraits
im Rahmen des Dokumentarfotografie 05/06 Förderpreis der Wüstenrot Stiftung
www.co-berlin.com
12. Januar 2008 Symposium
"Still - Moving. Foto Film Video"
Neue Familienportraits - New Family Portraits
Bei dem Projekt: Neue Familienportraits – New Family Portraits handelt es sich um eine Portraitserie, die sich fotografisch mit dem Thema neuer und aktueller Familienkonstellationen auseinandersetzt.
Was ist Familie? So schnell sich als Antwort auf diese Frage noch immer das traditionelle Bild der Vater-Mutter-Kind-Dreifaltigkeit aufdrängt, so schwer ist sie doch im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen zu beantworten. Längst reiht sich das traditionelle Familienkonzept in eine Vielfalt differenzierter Familiensituationen und Lebensentwürfe ein.
Obwohl häufig marginalisiert, zählen dazu auch homosexuelle, bzw. queere Partnerschaften – schließlich leben in jeder sechsten davon mittlerweile Kinder.
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Dem entspricht ein Einstellungswandel vieler Schwuler und Lesben: verwehrten sie sich lange Zeit den Wunsch nach Kindern, spricht man heute vielerorts von einem Gayby-Boom, einem homosexuellen Baby-Boom, also.
Thema dieser Gruppenportraitserie sind Familien mit gleichgeschlechtlichen Beziehungspartnern.
Die Darstellung von Familien leitet sich aus einer langen, kulturell prägenden Bildtradition her – erinnert sei hier nur an die Abbildungen der heiligen Familie, die Repräsentation führender Adelshäuser oder die fotografische Selbstinszenierung des Bürgertums. Die Intention der Portraitserie ist es, an dieser Bildtradition anknüpfend einen neuen Abschnitt in der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung aufzuzeigen.
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Angelehnt an den Stil konventioneller Familienfotos sollen diese Portraits nicht nur die Definition des Familienbegriffs erweitern, sondern auch stereotypisierte Sehgewohnheiten bewusst machen und so eine Reflexion über die Darstellungsformen des Mediums Fotografie anregen.
Dabei wurde weder auf „Schnappschuss-artige“, noch auf fotojournalistische Formen der Fotografie abgezielt, auch sollte jeglicher Exotismus-Status der Portraitierten vermieden werden. Vielmehr stehen die familiären Bindungen, deren Subjektivität, Emotionalität und Funktionalität im Vordergrund der Arbeit. Gerade die von so oft bestrittene „Natürlichkeit“ der Familienmitglieder und deren Beziehungen untereinander bilden Ausdrucksziel der Fotos, was sich durch das stetige Spannungsverhältnis
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mit der inszenatorischen Lenkung der Fotografin potenziert. So soll eine Brücke geschlagen werden von tradierten Konventionen der Fotografie, hin zu einem aktuellen, gesellschaftlichen Thema unserer Zeit.
Fotografiert wurde – unter Verwendung einer Großformatkamera – in den privaten Lebensräumen der jeweiligen Familien. Die Ästhetik der Großformatfotografie ist hier auch als Verweis auf die Ursprünge und geschichtliche Formation der Familienfotografie zu lesen.
Das Projekt „ Neue Familienportraits - New Family Portraits “ wurde in Deutschland und den USA umgesetzt. Lange galten die USA – vor allem San Francisco mit der weltweit größten Queer Szene und New York mit den zur Legende gewordenen Protesten auf der Christopher Street – als Motor der Bewegung,
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die auch auf Deutschland großen Einfluss hatte. Mit dem Projekt wird der Versuch gemacht, eine Momentaufnahme dieser kulturellen Austauschprozesse zu erstellen. Auf diese Weise soll der Versuch gemacht werden, die eine Kultur durch die jeweils andere zu lesen, dabei aktuelle Verknüpfungen herzustellen und Widersprüche zu beleuchten.
Die Verschränkung von Politik und Privatem, gesetzlichen Strukturen und gefühlten Verbindungen soll so thematisiert werden.
Insgesamt wurden 22 Familien fotografiert, wovon 10 aus den USA und 12 aus Deutschland stammen. In der Gruppenausstellung Dokumentarfotografie Förderpreise 05/06 der Wüstenrot Stiftung, werden 12 der Portraits gezeigt.
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Um der Vielfältigkeit heutiger Familienstrukturen gerecht zu werden, wurden bei der Auswahl der Portraitierten, möglichst verschiedene Familienkonstellationen gewählt. Auch sollte auf diese Weise die Diversität gesetzlicher Ungleichbehandlung nicht-heterosexueller Familien nachvollzogen werden, die von Fragen der Insemination, über Adoption und Pflegeelternschaft bis hin zu steuerrechtlichen Belangen reicht.
Parallel zu den Familienfotos entstand eine auf Interviews mit den Eltern basierende Filmdokumentation. Ziel der Dokumentation war zum einen, die dem Medium Fotografie inhärenten Grenzen zu thematisieren, zu überschreiten und das Projekt so um eine weitere Dimension der medialen Reflexion zu erweitern. Zum anderen sollten die fotografisch abgebildeten auf diese
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Weise die Gelegenheit haben, ihr eigenes Bild von sich und ihrer subjektiven Lebenssituation zu präsentieren. Zu diesem Zweck wurden pro Land jeweils fünf der portraitierten Paare ausgewählt um über ihr Leben zu berichten: über individuelle Vorteile und Probleme, über die Herausforderungen einer heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft, bewusste und unbewusste Entscheidungsmomente und vor allem über den ganz normalen Alltag, der oft wohl kaum von dem des (heterosexuellen) Durchschnittbürgers abweicht.
Diese Dokumentation wird parallel zu den Portraits präsentiert.
Lisa Malich
22 Familienportraits, C-print, 82 x 67.3 cm
Ausstellung
2. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg 2007
// REALITY CROSSINGS
Junge Väter
22. September – 21. Oktober 2007
www.fotofestival-ma-lu-hd.de
Junge Väter
Bei dem Projekt Junge Väter handelt es sich um eine Portraitserie, die sich fotografisch mit der Beziehung von sehr jungen Vätern zu ihren Kindern auseinandersetzen möchte.
Junge Mütter werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen, thematisiert und oft problematisiert. Ihre Partner – also die meist ebenso jungen Väter – sind im allgemeinen Bewusstsein jedoch kaum präsent. Sie sind im öffentlichen Diskurs sehr viel schwerer zu finden oder wahrzunehmen. Zudem wird die Diskussionen um junge Eltern meist nur einseitig unter dem Schlagwort der „sozialen Härtefälle“ abgetan und vorwiegend als Charakteristik der so genannten unteren Schichten dargestellt.
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Dieses Projekt möchte die beinahe unsichtbaren jungen Väter ins Blickfeld rücken. Wie gehen diese jungen Männer mit ihrer Vaterrolle um? Welche Beziehung bauen sie zu ihrem Kind auf? Wie selbstbewusst, unsicher oder neugierig schlüpfen sie in die neue Rolle?
Die Intention der Portraitserie Junge Väter ist es die emotionalen und körperlichen
Bindungen zwischen den jungen Vätern und ihren Kindern zu erforschen.
Um den fotografischen Schwerpunkt nicht auf das soziale Umfeld
der zu fotografierenden Personen zu verschieben, wird diese Serie
bewusst im Studio vor weißen Hintergrund fotografiert. Diese neutrale, schlichte Umgebung soll dazu dienen die Konzentrationen der Vater-Kind Bindung zu potenzieren.